Die Geschichte mit den kochfesten Stoffen

Wir wurden in den letzten Tagen häufiger nach kochfester Baumwolle gefragt. Vorab: Wir werden auch in Krisenzeiten nicht diese doch eher spezielle Ware im Sortiment führen. Denn: Baumwolle ist Baumwolle. Auch kochfeste Baumwolle wird nicht anders gezwirnt und gewebt 😉 Aber ich bin ja neugierig. Daher habe ich mal diverse Stoffarten in ca. 25×25 cm Stücken eine halbe Stunde im Topf mit „meinem“ Waschmittel (Kastanienaufguss) kochen lassen. So und dabei kam heraus, dass die Stoffe mit reinem Baumwollanteil (außer Musselin) um ca. 1 cm eingelaufen sind. Dies ist die „normale“ Einlaufquote (weniger als 5 %). Bei Musselin ist es deutlich mehr, da der Stoff sehr locker gewebt (aber, dass kennt auch jeder, der schonmal eine Stoffwindel ausgekocht hat 😉) Bei den Stoffen mit Elasthananteil ist es mehr. Gerade bei Bündchen. Woran liegt das? Für uns nicht Chemiker (ist so ein Trauma aus der Schule 🙈) Elasthan ist ja eine Gummi/Plastikart, wenn man Plastik heiß macht dehnt es sich aus und wenn es erstarrt, zieht es sich zusammen. Daher laufen die Stoffe schneller ein. So und was ist nun die Moral aus der Geschichte? Grundsätzlich kann jeder Stoff gekocht werden bevor man ihn vernäht. Dann ist er schonmal eingelaufen. Warum sagen alle Händler das die Garantie nur bis 30 Grad und Feinwäsche übernommen wird? Weil das die Temperatur ist, bei der so gut wie nix passieren kann. Baumwolle ist immernoch ein Naturprodukt, dass auch Wachstums-/Qualitätsschwankungen unterliegt. Man kann nicht jeden Meter Garn testen. So, und dass war es dann zum Thema kochfest 😉

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